VERSCHOBEN: Die für den 27. März 2020 um 18 Uhr im Tenterhof angesetzte Vorstellung von "Der Chinese" von Benjamin Lauterbacher wird verschoben.
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Zum Stück:

Einige Jahre in der Zukunft: In Deutschland herrscht Öko-Wohlstand für alle. Die Menschen leben im Einklang mit ihren Werten: Frieden, Familie, Umwelt, Sicherheit, Wachstum und Liebe. Die verhasste Europäische Union gibt es nicht mehr. Dafür regeln strenge Gesetze die nachhaltige Lebensweise und sorgen für Ordnung und Wohlbefinden. China dagegen ist am Ende: das Volk unzufrieden, die Machthaber ratlos. Ausgewählte Chinesen bekommen von der Regierung die Chance, in deutschen Familien zu wohnen, deren harmonische Lebensweise kennenzulernen und in ihrem Land davon zu berichten. Über diese Völkerverständigungsvereinbarung kommt der Chinese Herr Ting in die Vorzeigefamilie des Erfinders Alexander und dessen Ehefrau Gwendolyn. Besonders die Kinder Maria-Lara und Niclas sind in heller Aufregung. Bei Trinkfrüchten und Wellness-Food versucht Ting die Geheimnisse des deutschen Wunderlandes zu entschlüsseln. Die batteriebetriebenen chinesischen Spielsachen aus Vollplastik versetzen jedoch die Kinder in Entzücken und bringen damit das Familienidyll gefährlich ins Wanken. Dann beginnt auch noch der mit Smartphone, Digi-Cam und Wachmachern in Pillenform ausgestattete Ting sich für Alexanders Erfindungen zu interessieren. Ist er womöglich ein Spion der chinesischen Regierung? Warum fangen die Kinder plötzlich an zu revoltieren? Und wie wird man diesen chinesischen Störenfried möglichst höflich wieder los?

In „Der Chinese“ entwirft Benjamin Lauterbach das irrwitzige Szenario eines vorstellbaren, zukünftigen Deutschlands, eine dystopische Groteske über den möglichen Erfolg von Pegida, AfD, radikaler Ökobewegungen, von Abschottung und Konservativismus. Dabei treibt er die Beschaulichkeit der Familie, in der sich alle ständig gegenseitig sagen, wie lieb sie sich haben, mutig auf die kabarettistische Spitze.