Eine Sommernacht Komödie von David Greig // Premiere: 12.11.2021

Eine Weinbar in Edinburgh. Helen, erfolgreiche Scheidungsanwältin, wird gerade mal wieder von ihrem verheirateten Liebhaber versetzt; Bob, ein unauffälliger Kleinkrimineller, wartet auf seinen nächsten Auftrag. Sie sind beide 35, und so wie es aussieht, halten das Leben und diese Nacht nicht mehr viel für sie bereit – also stürzen sie sich in einen betrunkenen One Night Stand. Nach dem eher enttäuschenden Ergebnis schickt sie ihn in die Nacht, Lückenbüßer und wirklich überhaupt nicht ihr Typ. Eigentlich Ende der Geschichte. Wenn man sich nicht am nächsten Tag zufällig wiederbegegnen würde. Beide ein paar Wochenendpannen weiter. Helena im abgerockten Brautjungfernkleid, Bob mit 15.000 Pfund für Diebesgut in der Tasche, mit denen er es nicht mehr rechtzeitig zur Bank geschafft hat. Aus einem gemeinsamen Nachmittag wird eine lange, schräg-magische Mittsommernacht, in der sie die gesamten 15.000 auf den Kopf hauen, ekstatisch in den Straßen Edinburghs feiern, Bob die Gitarre seiner Träume kauft und sie vielleicht, ganz vielleicht, den Anfang einer Liebesgeschichte fürs 21. Jahrhundert schreiben.

Statt Linearität hat dieses selbstironische „play with songs“ eine emotionale Logik, die Wiedererkennungslacher im Minutentakt beschert, ohne ins Sentimentale zu driften. Greig spielt federleicht mit den schweren Fragen, die man sich immer mal wieder im Leben stellen sollte.