Aimée und Jaguar. Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943 Schauspiel nach dem Roman von Erica Fischer // Premiere: 29. Oktober 2027

Berlin im Zweiten Weltkrieg. Elisabeth Wust, Mutter von vier Kindern und Ehefrau eines deutschen Soldaten an der Front, versucht bestmöglich ihren Alltag zu gestalten und dabei das Leben nicht zu verpassen. Sie stellt eine neue Haushaltshilfe ein. Inge heißt die junge Frau, die ihr bald ihre besondere Freundin Felice Schragenheim vorstellt. Der Kreis der Freundinnen, zu dem noch mehr Frauen zählen, eine scheinbar unbeschwerte Gruppe, zieht Lilly in ihren Bann. Immer öfter trifft sie sich mit ihnen und ist fasziniert von dem tiefen Zusammenhalt der Frauen. Felice, mutig, schön und geheimnisvoll, wirbt immer offensichtlicher um Lilly – und plötzlich ändert sich für sie die Welt. Inmitten des Zweiten Weltkriegs öffnet sich für beide eine Insel des Glücks und einer unerwartet innigen Liebe. Doch immer wieder verschwindet Felice aus der gemeinsamen Wohnung, entzieht sich der Situation. Schließlich gesteht Felice Lilly, dass sie Jüdin ist. Die beiden versuchen, an ihrem Glück festzuhalten und die Angst zu bändigen, doch sie wird zur bitteren Realität, als die Gestapo Felice verhaftet und aus Lillys Leben reißt. Die beiden werden sich niemals wiedersehen.

 

„Aimée und Jaguar“, die Kose- und Geheimnamen der beiden Liebenden, erzählt eine bittersüße Liebesgeschichte nach einer wahren Begebenheit. Die Autorin Erica Fischer hat sich von der 80-jährigen Lilly Wust die Ereignisse erzählen lassen und daraus einen berührenden und zeitdokumentarischen Roman geschrieben. Die Verfilmung mit Maria Schrader und Juliane Köhler hat schon 1999 bewiesen, wie sehr die Geschichte unter die Haut geht – eine Erzählung voller zeitloser Schönheit und Romantik über eine Liebe, die allen Widerständen trotzte und dennoch an der Grausamkeit des Holocausts zerbrach.

Termine

Fr, 29.10.2027 · 20:00 Uhr
Dinslaken, Kathrin-Türks-Halle